Wo unser Wein wächst

 Nußberg – Gollin, der östlichste Ausläufer der Alpen, sanft abfallend zur Donau hin, im Norden der Stadt gelegen.

Boden: Sandiger Lehm mit Muschelkalk-Einschlüssen, daher gut im pH gepuffert. Geringes Wasserhaltevermögen, geringer Humusanteil. Diese Auffaltung liegt genau an der Grenze zwischen dem Tullner und Wiener Becken.

Mikroklima: Durch das Zusammentreffen von Donautal und pannonischem Klima ergibt sich eine einzigartige Melange, die den Riesling zu seiner Reife bringt. In den oberen Lagen etwas windig und trocken.


Burgstall – gleich hinter’m Nußberg, eingekesselt zwischen Kahlenberg und Leopoldsberg mit der Donau im Osten.

Boden: Wie auf dem Nußberg: Sandiger Lehm mit Muschelkalk-Einschlüssen. Diese Auffaltung liegt genau an der Grenze zwischen dem Tullner und dem Wiener Becken.

Mikroklima: Ebenfalls wie der Nussberg, aber mit seiner Waldnähe um eine Spur kühler, wodurch sich die Aromen besser entwickeln können.  


Der Hungerberg liegt am Rande der Stadt, mitten im Döblinger Wohngebiet. Direkt daneben der Hochbehälter der 2. Wiener Hochquell-Wasserleitung, die das Trinkwasser vom Hochschwab in der Steiermark nach Wien bringt.

Boden: Ein bis in den Oberboden reichender Sandkegel bietet dem Gemüsebau einen hungrigen Boden, deswegen auch Hungerberg. Ideal für unsere besten Rotweine.

Mikroklima: Durch die dicht bebaute Umgebung windgeschützt und im Winter von der Stadt mitbeheizt, dauert die Vegetationsperiode hier wesentlich länger als in den angrenzenden Lagen. Selbst Olivenbäume könnten auf dem Hungerberg überwintern.


Reisenberg – Ob’n beim Point’n-Boch [jetzt auch Paula Wessely-Weg genannt], Rechter Hand am Weg zum Himmel in der Sutt’n bei Boch – Wiener Naherholungsgebiet im Norden der Stadt, am Rande des Wienerwaldes, umsäumt von der Donau im Osten, mitten vor den Toren der Stadt. 

Boden: Etwas Lehm mit viel Kalkanteil. Bevor die Alpen aufgefaltet wurden, waren hier Korallenstöcke,
die langsam verwitterten, gepaart mit Sedimenten, dem Lehm.

Mikroklima: Viel Sonne, am Tag fast pannonisches Klima, in der Nacht kühl, mit genügend Feuchtigkeit, ähnlich der Süd-Steiermark, im Norden der Wiener Stadt. Oft klare frische Luft aus dem nördlichen Wienerwald und temperatur-regulierende Wirkung der Donau, wie an der Mosel. Selbst am Nord-Ost-Hang wohnen die Schrebergartler. Der „Grand Cru“ von Grinzing.


Schenkenberg an der Barockkirche am Kaasgraben, hi’bei’m Grinzinger Friedhof in einer der schönsten Wohngegenden Wiens. 

Boden: Sandiger Lehmboden mit einem Mutterboden aus Kalkstein, der von den Korallenriffen des Urmeers herrührt.

Mikroklima: Durch die Nähe zum Wienerwald entstehen starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, die die Aromabildung fördern.


Schlegel, an der Kahlenbergerstraße unterhalb vom Sirbu, neben dem Roten Haus. Dies war der bestbewachteste Weingarten in Wien, da unser Nachbar König Hussein von Jordanien war, und bei einem Besuch Heerscharen von Militär und Polizei in diesem Weingarten einzogen, um den Monarchen zu bewachen, nebenbei auch unsere Reben. Kein Mensch traute sich, da nur eine einzige Beere zu stehlen!

Boden: Etwas Lehm mit viel Kalkanteil. Bevor die Alpen aufgefaltet wurden, waren hier Korallenstöcke, die langsam verwitterten, gepaart mit Sedimenten des Gletschers aus der letzten Eiszeit und dem Lehm, der alles verbindet.

Mikroklima: warm, aber nicht zu heiß, manchmal trocken.